Fincas.de
Kontakt für Deutschland Flagge vor Telefonnummer
0421 40 89 96 33
Kontakt für Schweiz Flagge vor Telefonnummer
052 5770133

Olivenbäume & ihre Früchte

Olivenbäume
Olivenbäume Mallorca

Die Olivenbäume gehören neben Mandel- und Johannisbrotbäumen zum landschaftlichen Bild auf Mallorca. Die alten knorrigen Bäume können sehr alt werden und bringen die typisch mediterranen Früchte hervor. Auf spanisch heißen Oliven übrigens "aceitunas", im katalanischen "olives". Ihnen wird auf der Insel also beides begegnen. Die Oliven werden dann entweder eingelegt oder zu Olivenöl verarbeitet.

Geerntet wird im Winter

Wie bei den Orangen auch gibt es auch bei den Oliven frühe und späte Sorten. Die Ernte der frühen Sorten beginnt bereits Ende Oktober. Das Gros wird dann erst ab Mitte Dezember geerntet.

Die Ernte ist sehr mühsam, da die Olivenbäume in der Regel auf nicht gut zugänglichem Gebiet wachsen. Insbesondere auf den Terrassenfeldern im Tramuntanagebirge (Serra de Tramuntana) erfolgt diese per Hand. Dafür werden unter den Bäumen große Netze gespannt bzw. um den Baum herum gelegt. Die Erntehelfer schlagen nun mit langen Stangen auf die Äste, damit die Oliven in die Netze fallen und von dort zur Ölmühle bzw. Weiterverarbeitung gebracht werden können. 

Weiterverarbeitung zu Olivenöl

Nachdem die Oliven von Blättern und Ästen getrennt wurden, werden sie gewaschen und anschließend mit Kernen zerkleinert und zu einem Brei gemahlen. Nun gibt es verschiedene Verfahren, wie es weitergeht.

Bei der Verarbeitung von Hand wird dieser Brei auf Strohmatten gestrichen, wobei diese im Anschluss über einander gestapelt werden. Dieser Strohmatten - Olivenbrei-Turm wird nun gepresst. Heraus kommt ein Olivenöl-Wasser-Gemisch, welches nun ruhen muss, damit sich Wasser und Öl von einander absetzen. Das Öl wird abgeschöpft (weil es oben schwimmt) und in einer Zentrifuge zum Endprodukt, dem reinen Olivenöl, verarbeitet.

Bei der maschinellen Verarbeitung wird das Olivenmus mehrfach zentrifugiert, um den Olivensaft vom Rest zu trennen. Auch hier werden Wasser und Schwebstoffe herausgefiltert, um ein hochwertiges Olivenöl zu bekommen.

Qualität hat einen Namen: Oli de Mallorca

Trägt das Olivenöl den Namen "Oli de Mallorca", so darf es nur aus drei Arten hergestellt werden: 

- Picual (ist eher kräftig im Geschmack)
- Arbequina (ist mild im Geschmack)
- Mallorquina (eine alte Olivensorte, die nur auf der Insel wächst)

Ein besonders hochwertiges Öl trägt übrigens den Zusatz "Virgin Extra". Für dieses kaltgepresste Öl erfolgt die Ernte von Hand. Zudem werden nur die besten Oliven ausgewählt. Die Verarbeitung ist zeitnah, so dass die Oliven ohne lange Zwischenlagerung - quasi vom Baum - verarbeitet werden. Heraus kommt ein natürliches Produkt mit fruchtigem Aroma!

Alte Olivenölpresse
alte Olivenölpresse Mallorca

Olivenpressen

Die Olivenmühle heißt im Spanischen "Sa Tafona". Diesen Begriff finden Sie noch in den Namen einiger Fincas, welche dann noch oft alte Olivenpressen zu bewundern haben. Um die oft runden Steintische liefen Esel in unendlichen Runden, bis die Oliven zu Brei gewalzt wurden.

Biologisch versus Chemie

Manche Olivenbäume sind weiß gesprenkelt. Diese wurden mit einem Kalkgemisch besprüht, welches Fruchtfliegen fern halten soll. Diese legen nämlich sonst ihre Eier in die Oliven, und die Maden fressen die Oliven von innen auf. Bei diesem ökologischen Schutz der Bäume und Blätter darf es allerdings nicht regnen, sonst ist die Arbeit umsonst.

Andere Olivenbauern setzen dann Chemikalien ein, die die Insekten fern halten sollen. Die Ernte fällt entsprechend größer aus, doch auch der Geschmack ist natürlich ein anderer.

Um das Olivenöl mit all seinen Aromen zu schmecken, reicht ein Weißbrot. Genießen Sie das ganze Aroma mallorquinischer Oliven in gepresster Form!

Riesige Olivenauswahl
Olivenmesse Caimari Mallorca Oliven probieren

Keine Mahlzeit ohne Olivenöl und Oliven

Die mallorquinische Küche ist für die Verwendung von gutem Olivenöl bekannt. Dieses findet sich in vielen Gerichten wieder. Es hat Tradition, ist gesund und schmeckt lecker. Gleich drei Gründe weshalb es nicht nur im mediterranem Raum beliebt ist.

Das "Pa amb oli" zum Beispiel ist ein typisches Gericht der Insel. Geröstetes Brot wird hierfür mit Knoblauch und Tomaten eingerieben und anschließend mit Olivenöl beträufelt. Sehr empfehlenswert!

Weitere leckere Rezepte finden Sie in unserer Rubrik: Spanische Rezepte.

Probieren Sie hier gerne das ein oder andere Rezept mal aus - um auf den Geschmack zu kommen oder auch um die Urlaubserinnerungen auf der Zunge wieder hervorzubringen. Wir wünschen Ihnen einen guten Appetit - Bon profit!

Feste rund um die Olive

Im November findet die Olivenmesse, die "Fira de S'Oliva" in Caimari statt. Das kleine Bergdorf liegt nördlich von Inca. Hier steht dann die Frucht mitsamt dem Olivenbaum im Mittelpunkt. Sie finden Olivenprodukte zum Kosten und Kaufen an zahlreichen Ständen. Probieren Sie Oliven und Olivenöle in zahlreichen Geschmacksrichtungen. Zusätzlich werden Produkte aus Olivenholz feilgeboten, vom Schneidebrett, über Küchenaccessoires und Dekorationsartikel. Und wer noch mehr über die Olivenfrucht, deren Herkunft, Verarbeitung und Verwendung erfahren möchte, besucht das Ölmuseum oder die Ölmühle, welche ihre Pforten öffnen. Spiel und Spaß bietet übrigens auch das Olivenkern-Weitspucken im Rahmen des bunten Programmes.
Aktuelle Termine finden Sie in unserem Veranstaltungskalender "Feste & Feiertage".

Restaurants und Geschäfte

Wenn Sie das Olivenöl direkt vom Produzenten kaufen möchten und sich gerade bei Inca befinden, können Sie einen Einkehrschwung in das Restaurant Son Catiu machen. Das gleichnamige Olivenöl wird dort produziert und kann oft selbstverständlich auch gekauft werden. Zur direkten Stärkung ist dort ein Restaurant zu finden.

Das hochwertige Olivenöl gibt es aber selbstverständlich auch auf zahlreichen Märkten und in ausgewählten Supermärkten zu kaufen.