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Finca in der Inselmitte Mallorcas: Dörfer, Märkte und stille Landschaft

Kaum hat der Bauer neben dir die Kiste Auberginen abgestellt, wandert am Nachbarstand schon die nächste Ladung Tomaten und Oliven über den Tisch, während irgendwo zwischen den Ständen Brotduft durch die Gassen zieht. So beginnt in Sineu ein Markttag, umgeben von Kunsthandwerk, Keramik, Backwaren, Paprikawurst und einem landwirtschaftlich geprägten Viehbereich, der diesen Markt von anderen auf der Insel unterscheidet. Genau solche Szenen erklären, warum eine Finca in der Inselmitte Mallorcas mehr bietet als eine ruhige Base zwischen zwei Stränden: Hier pulsiert Inselleben, das sich nicht nach Saison richtet, sondern nach Markttagen und dem Rhythmus der Feldarbeit. Von deiner Finca aus liegt dieses Zentrum der Insel in Reichweite, mit dem Kloster Convent de la Immaculada Concepció über einer einstigen maurischen Befestigung in Sineu, der Burgruine Castell d'Alaró als einst schwer zugänglichem Rückzugsort, dazu Orten mit eigener Geschichte wie Inca, einst Zentrum der Lederwarenproduktion, oder Alaró mit Siedlungsspuren bis in die talayotische Epoche. Die Landschaft wechselt zwischen sanften Hügeln, Mandelbaumreihen und der weiten Ebene, die die Mallorquiner Es Pla nennen. Genau diese Mischung aus Weite und Nähe macht den Unterschied: nah an Palma und doch weit weg vom Trubel der Küste, eingebettet in Dörfer, die von Landwirtschaft und Handwerk leben statt von Liegestühlen. Wer morgens früh aufsteht, erlebt Marktstände, die sich für Einheimische füllen, nicht für Kameras. Wer lieber ausschläft, findet am Nachmittag stille Gassen, in denen die Zeit spürbar langsamer tickt. Eine Finca als Standquartier gibt dir die Freiheit, all das in deinem eigenen Tempo zu entdecken, ohne dabei auf Ruhe zu verzichten.

In Inselmitte haben wir aktuell keine Unterkunft

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11 Unterkünfte gefunden

Vista Verde
1/21

Vista Verde

nahe Pollença (Norden)

  • 6 Gäste
  • 3 Schlafzimmer
  • 3 Badezimmer
PoolKlimaanlageHeizung

Registriernummer: ETV/4875

pro Nacht

221,14 € – 574,96 €

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Cal Perdiu Vell
1/42

Cal Perdiu Vell

nahe Pollença (Norden)

  • 6 Gäste
  • 3 Schlafzimmer
  • 3 Badezimmer
PoolKlimaanlageFamilien

Registriernummer: ETV/8616

pro Nacht

252,11 € – 671,42 €

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Villa Verde Subach
1/39

Villa Verde Subach

nahe Pollença (Norden)

  • 8 Gäste
  • 4 Schlafzimmer
  • 5 Badezimmer
PoolKlimaanlageHeizung

Registriernummer: ETV/10057

pro Nacht

336,13 € – 886,55 €

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Can Josep
1/29

Can Josep

nahe Pollença (Norden)

  • 8 Gäste
  • 4 Schlafzimmer
  • 4 Badezimmer
PoolKlimaanlage

Registriernummer: ETV/2445

pro Nacht

423,98 € – 878,25 €

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Villa Vista
1/35

Villa Vista

nahe Pollença (Norden)

  • 8 Gäste
  • 4 Schlafzimmer
  • 4 Badezimmer
PoolKlimaanlageHeizung

Registriernummer: ETV/10049

pro Nacht

450,42 € – 1.029,41 €

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Can Collet
1/30

Can Collet

nahe Pollença (Norden)

  • 6 Gäste
  • 3 Schlafzimmer
  • 2 Badezimmer
PoolKlimaanlage

Registriernummer: ETV/11408

pro Nacht

478,99 € – 1.260,51 €

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Can Pau
1/41

Can Pau

nahe Pollença (Norden)

  • 8 Gäste
  • 4 Schlafzimmer
  • 4 Badezimmer
PoolKlimaanlageHeizung

Registriernummer: ETV/11866

pro Nacht

533,61 € – 1.260,51 €

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Cal Rei Gran
1/27

Cal Rei Gran

nahe Pollença (Norden)

  • 12 Gäste
  • 5 Schlafzimmer
  • 5 Badezimmer
PoolKlimaanlageHeizung

Registriernummer: ETV/2637

pro Nacht

714,28 € – 1.806,72 €

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Can Corme
1/41

Can Corme

nahe Pollença (Norden)

  • 10 Gäste
  • 5 Schlafzimmer
  • 5 Badezimmer
PoolKlimaanlageHeizung

Registriernummer: ETV/4866

pro Nacht

1.075,64 € – 2.008,40 €

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Villa Views Port Andratx
1/24

Villa Views Port Andratx

nahe Andratx (Westen)

  • 7 Gäste
  • 4 Schlafzimmer
  • 3 Badezimmer
PoolHeizung

Registriernummer: ETV/9286

pro Nacht

1.176,47 € – 1.848,74 €

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Villa Longa
1/49

Villa Longa

nahe Pollença (Norden)

  • 10 Gäste
  • 5 Schlafzimmer
  • 5 Badezimmer
PoolKlimaanlage

Registriernummer: ETV/312

pro Nacht

1.310,93 € – 1.899,16 €

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Finca in der Inselmitte Mallorcas: Dörfer und Landschaft

Wer eine Finca in der Inselmitte Mallorcas sucht, landet in einer Region, die viele Kenner gerade wegen ihrer Bodenständigkeit schätzen, fernab vom Küstentrubel. Sie setzt sich aus zahlreichen Gemeinden zusammen, darunter etwa Alaró, Sineu und Binissalem, jede mit eigenem Charakter und eigener Geschichte. Wer hier ein Ferienhaus in der Inselmitte Mallorcas sucht, findet meist genau das: alte Gemäuer, knarzende Fensterläden, Blick auf Mandelbäume statt auf Strandpromenaden. Die Ebene, von den Insulanern seit jeher Es Pla genannt, bildet das flache Herzstück, während umliegende Hügel und Bergausläufer für Abwechslung im Landschaftsbild sorgen.

Manche Orte reichen archäologisch weit zurück. Auf dem Gemeindegebiet von Alaró lassen sich Spuren bis in die talayotische Epoche nachweisen, lange bevor Römer oder Mauren die Insel prägten. Auch der Weinbau hat auf Mallorca lange Wurzeln: Schon in römischer Zeit wurden hier Reben kultiviert, eine Tradition, die sich bis heute in den Weingütern rund um Binissalem fortsetzt. Wer durch die Dörfer schlendert, spürt dieses geschichtete Erbe fast beiläufig, in Steinmauern, Brunnen und schmalen Gassen, die älter wirken, als es ihr heutiger Alltag vermuten lässt.

Nicht jeder Ort in dieser Region trägt bloß den Namen einer Gemeinde. Sa Cabaneta etwa ist kein eigenständiges Dorf, sondern ein Ortsteil von Marratxí, eingebettet in ein Geflecht kleinerer Siedlungen, die zusammen die Gemeinde bilden. Auch das zeigt, wie kleinteilig und vielschichtig die Inselmitte organisiert ist, ganz anders als das dicht bebaute Zentrum von Palma, von dem sie sich bewusst abgrenzt. Wer eine Finca in dieser Gegend mietet, wohnt also nicht in einer homogenen Landschaft, sondern in einem Mosaik aus Weilern, Marktflecken und offenem Land, in dem sich jeder Tag ein wenig anders anfühlt. Genau dieses Nebeneinander aus Nähe und Eigenart macht den Reiz eines Fincaurlaubs hier aus.

Ankommen und sich orientieren in der Mitte

Diese Region liegt fernab der Küstenstraßen, mitten im Netz der Landstraßen, die Palma mit dem Raum Inca verbinden. Wer in der Inselmitte Mallorcas eine Finca mieten möchte, reist meist genau über diese Achse an und erreicht etwa Selva aus Richtung Palma ohne Umweg über die Küste. Praktisch für alle mit Mietwagen: Die Distanzen zwischen den Dörfern bleiben überschaubar, und die Landstraßen laden eher zum gemächlichen Fahren ein als zur Eile. So wird die Anreise selbst zum ersten Kennenlernen der Landschaft, bevor du bei deiner Finca in der Inselmitte Mallorcas ankommst.

Auch ohne eigenes Auto lässt sich die Region punktuell gut erschließen. Inca ist mit seiner Estació d’autobusos ein zentraler Knotenpunkt, und die Zugverbindung nach Palma verkehrt hier mehrmals pro Stunde, sodass ein reiner Stadtbesuch sogar ganz ohne Mietwagen funktioniert. In Santa Maria del Camí hält die Bahn ebenfalls regelmäßig auf der zentralen Inselstrecke, während eine Schnellstraße den Ort umgeht und die alte Hauptstraße weiterhin mitten hindurchführt. Mein Tipp: Wer am frühen Vormittag mit dem Zug anreist, umgeht den größten Feriendrang auf den Straßen und steigt entspannt in einem der Dörfer aus.

In den kleineren Orten sieht die Anbindung naturgemäß bescheidener aus, reicht aber für alle, die geduldig planen. Lloseta etwa verfügt über die Bushaltestellen Lloseta Estació und Lloseta, zwei Anlaufpunkte im Ort selbst. Wer es ruhiger mag und ohnehin ein Auto hat, lässt den Bus links liegen und genießt die kurzen Fahrten zwischen den Dörfern als eigenen kleinen Ausflug, bei dem Mandelbäume und Steinmauern am Straßenrand vorbeiziehen. So oder so: Der Weg zur eigenen Finca gehört hier schon zum Urlaub dazu.

Ausflüge ans Meer und in die Umgebung

Wer sich für eine Ferienwohnung in der Inselmitte Mallorcas entscheidet, wohnt bewusst nicht direkt an der Küste, sondern mittendrin auf der Insel, dafür mit kurzen Wegen in mehrere Richtungen. Von hier aus ist die Bucht von Palma über das Straßennetz erreichbar, was Ausflüge an die Südwestküste zu einer unkomplizierten Option macht, ohne dass du dafür stundenlang unterwegs bist. Andere Dörfer wie Alaró zeigen dagegen deutlich, dass diese Region eher für Berge, Dörfer und Kulturlandschaft steht als für einen schnellen Sprung ins Wasser. Wer morgens noch schwimmen und mittags schon wandern will, muss hier also ein wenig planen.

Für einen Tag am Meer lohnt sich der Blick auf die Ostküste: Der Küstenabschnitt bei Coto besteht aus feinem, goldfarbenem Sand und flachen Felsen mit Spuren der einstigen Salzgewinnung – ein Ort mit Geschichte unter den Füßen, auch wenn der Streifen selbst eher schmal ausfällt. Wer es urwüchsiger mag, findet bei Mollet Can Tem einen Übergang aus Felsen, Posidonia-Resten und sandigen Stellen, an dem das Wasser oft klarer wirkt als an belebteren Buchten. Mein Tipp: Fahr an einem Wochentag außerhalb der Mittagszeit hin, dann hast du die schmalen Zufahrten und die kleinen Parkflächen an der Küste für dich. Am Wochenende und in der Hochsaison füllen sich diese ruhigen Ecken merklich schneller.

Nicht jeder Ort in der Inselmitte hat überhaupt einen eigenen Zugang zum Meer, und das ist auch gar nicht der Punkt dieser Lage. Sineu etwa hat keinen Strand, Marratxí ebenfalls nicht, und in Consell fehlt sowohl eine Küstenpromenade als auch eine Badebucht komplett. Diese Gemeinden leben von Märkten, Landschaft und Dorfleben, nicht vom Sand vor der Tür. Genau darin liegt der Reiz: Du wohnst zentral, wählst dir deinen Strandtag frei aus und hast an den anderen Tagen die Ruhe der Dörfer und Hügel für dich. Wer sich in einer Finca in dieser Mitte einrichtet, kombiniert beides ganz nach Lust: vormittags Meerblick, abends Grillenzirpen im Garten.

Klöster, Kirchen und ein Talaiot

Die Ortskerne der Inselmitte verstecken ihre Geschichte oft hinter schlichten Fassaden, Kirchen, Klöster und archäologische Spuren inklusive. In Alaró bilden Plaça de la Vila und die Pfarrkirche aus dem 17. Jahrhundert das Herzstück des Ortes; dort läuft das Dorfleben zusammen. In Inca lohnt sich ein Rundgang zu den sanierten Sakralbauten aus dem 18. Jahrhundert: Santa Maria la Major, Santo Domingo, Sant Francesc und das Kloster Sant Bartomeu zeugen davon, wie viel Geschichte in den ruhigen Inlandsstädten steckt. Mein Tipp: Steuere solche Ortskerne am späten Vormittag unter der Woche an, wenn Handwerker und Händler ihren Geschäften nachgehen und die Gassen noch nicht in der Mittagsstille versunken sind.

Auch abseits der größeren Städte gibt es Substanzielles zu entdecken. In Sencelles durchlief die Pfarrkirche Sant Pere gleich mehrere Bauphasen zwischen dem 17. und 19. Jahrhundert, und ganz in der Nähe entstand 1851 das Kloster von Sencelles, zurückgehend auf Francinaina Cirer. Wer sich für die Vorgeschichte der Insel interessiert, sollte Son Fornés ansteuern, einen archäologischen Fundplatz mit angeschlossenem Museum, der einen guten Einstieg in diese frühe Zeit bietet. Ein Talaiot in der Region wirkt auf den ersten Blick schlicht und unscheinbar, doch dahinter steckt weit mehr: Diese Steinbauten gehören zu den prägenden Formen, mit denen die frühen Bewohner der Balearen ihre Siedlungen einst gestalteten. Wer sich Zeit dafür nimmt, bekommt ein Gespür dafür, wie weit das Siedeln in dieser Landschaft tatsächlich zurückreicht.

Zwei weitere Ziele gehören auf jede Liste, wenn man die Region ernsthaft erkunden möchte. Am Puig de Randa liegen an den Hängen gleich drei historische Klosteranlagen, ein lohnendes Ausflugsziel, das Landschaft und Kulturgeschichte miteinander verbindet. Und in Els Calderers erwartet dich ein Freilichtmuseum, das den ländlichen Alltag vergangener Zeiten greifbar macht, mit Ställen, Wohnräumen und Werkstätten unter freiem Himmel. Wer ein ruhiges Nachmittagsprogramm sucht, findet in beiden Orten einen stimmungsvollen Kontrast zwischen Klosterstille und Museumsalltag. Von einer Finca in der Region aus liegen sie in bequemer Fahrdistanz, sodass sich ein solcher Tag ganz natürlich in den Urlaub einfügt.

Märkte, Küche und Alltagsversorgung im Inselinneren

Jeder Ort im Inselinneren hat seinen eigenen Markttag, und wer sich danach richtet, bekommt ein echtes Gefühl für das Leben abseits der Küste. Mittwochs ist Markttag in Sineu, und bis heute prägt ein landwirtschaftlicher Viehbereich das Geschehen, ein Merkmal, das diesen Markt von anderen Inselmärkten unterscheidet. Zwischen den Ständen liegen Auberginen, Tomaten und Kartoffeln neben Oliven, Kunsthandwerk, Keramik, Backwaren und Paprikawurst, dazwischen blöken auch schon mal Tiere. Der Ort selbst hält mit Cafés, Bäckereien, Lebensmittelgeschäften, Modeanbietern sowie Sport- und Fitnessbetrieben genug Infrastruktur bereit, um den Markttag mit einem entspannten Rundgang zu verbinden. Mein Tipp: Wer den Markt in Ruhe erleben will, kommt früh, bevor die Stände am Vormittag voller werden.

Auch die kleineren Gemeinden lohnen einen Blick auf ihren Wochenmarkt, allerdings mit unterschiedlichem Charakter. In Algaida gibt es frische Lebensmittel und praktische Waren, kein Souvenirmarkt also, sondern ein Ort für den echten Bedarf. Ähnlich pragmatisch geht es in Sencelles zu, wo der Markt klar auf den örtlichen Bedarf ausgerichtet ist statt auf touristische Inszenierung, und in Consell warten frische Erzeugnisse, Pflanzen und Dinge des täglichen Lebens. Der Markt in Lloseta dagegen taugt eher für einen kurzen Abstecher als für einen ganzen Tagesausflug. Wer die Küche der Region danach genießen möchte, findet in Santa Maria del Camí sowohl klassische mallorquinische Landküche als auch eine internationale Restaurantszene.

In Inca bestimmen ganz andere Rhythmen den Alltag: Schul- und Arbeitswege, Einkauf, Lieferverkehr und das Marktgeschehen prägen hier den Takt der Stadt, ein Bild, das mehr von gelebtem Alltag als von Kulisse erzählt. Wer lieber abseits der größeren Orte isst, findet in Selva mit dem Restaurant Miceli ein kleines Haus in erhöhter Lage mit Aussicht über die Landschaft, ein Ort für einen ruhigen Abend nach einem Markttag. Genau diese Mischung aus geschäftigen Marktvormittagen und stillen Abendstunden macht die Verpflegung in der Inselmitte so angenehm unaufgeregt für alle, die von der eigenen Finca aus auf Erkundung gehen.

Für wen die Inselmitte ideal ist

Familien mit Kindern kommen in dieser Region gut zurecht, weil sich viele Ziele klein und überschaubar anfühlen. Ein Abstecher nach Marratxí etwa lässt sich kurz und klar gegliedert gestalten, ohne dass die Kleinen überfordert werden. Wer dort mit dem Rad unterwegs ist, sollte stark befahrene Abschnitte meiden und eher auf ruhigere Strecken ausweichen. Auch der Ortskern von Santa Maria del Camí eignet sich gut für einen kurzen Familienausflug zu Fuß, kompakt genug, dass niemand müde Beine bekommt, bevor das Eis geschmolzen ist. Genau diese Mischung aus Nähe und Ruhe macht eine Finca in der Inselmitte Mallorcas zu einer guten Basis für Familien, die lieber langsam reisen als von Ziel zu Ziel hetzen.

Wer ein ländliches Alltagsgefühl sucht, findet es in Sineu: Der Ort verbindet ländliche Umgebung mit einem kompakten Zentrum, in dem sich vieles zu Fuß erledigen lässt. Allerdings lohnt es sich, den Markttag mit Bedacht einzuplanen, denn bei Marktgedränge und unregelmäßigem Pflaster wird ein Kinderwagen schnell zur Last, auch wenn die Hauptwege selbst gut nutzbar bleiben. Wer es ruhiger mag, schaut sich den Ort an einem gewöhnlichen Wochentag außerhalb des Markttrubels an und genießt dann die Gassen fast für sich allein.

Für Reisende, die abseits von Stränden und herrschaftlichen Fassaden unterwegs sein wollen, hält die Region auch stillere Zeugnisse bereit. Der Talaiot bei Llubí spricht genau jene an, die sich für vorrömische Spuren interessieren, statt für Postkartenmotive. Und in Lloseta solltest du keine spektakulären Monumente oder eine ausufernde Altstadt erwarten, dafür aber einen Ort ohne touristisches Dauerprogramm, in dem sich der Alltag der Bewohner noch unverstellt zeigt. Genau solche Kontraste – ruhige Dörfer neben lebendigen Markttagen – machen den Aufenthalt in einer Finca hier so vielseitig für unterschiedliche Reisetypen.

Kleine Regeln für Alltag und Verkehr

Die Ortskerne der Inselmitte sind schmal gebaut, und das merkst du besonders im Sattel. Rund um Santa Maria del Camí tragen die größeren Straßen echten Alltags- und Durchgangsverkehr, weshalb sich Radfahren dort nicht wie eine ruhige Landpartie anfühlt, sondern volle Aufmerksamkeit verlangt. Ähnlich eng geht es an der Plaça Major von Selva zu, wo sich Fußgänger, Autos und Radfahrer denselben schmalen Raum teilen und nur ein rücksichtsvolles Tempo den Unterschied macht. Mein Tipp: Wer mit dem Rad unterwegs ist, plant solche Ortskerne besser in ruhigeren Stunden ein statt mitten im Berufsverkehr.

Parken gehört in dieser Region zu den kleinen Disziplinen, die man besser vorher bedenkt. In Sencelles ist das Abstellen des Wagens direkt am Platz nicht immer die sinnvollste Strategie, vor allem wenn gerade Markt ist oder ein größeres Fest den Ortskern füllt. Wer flexibel bleibt und notfalls einen Fußweg von den Rändern des Dorfes in Kauf nimmt, erspart sich unnötiges Kreisen. Diese Nüchternheit passt zur Region ohnehin: Hier zählt bodenständige, mallorquinische Küche mit saisonalen Produkten mehr als eine auf Gäste zugeschnittene Restaurantmeile, und wer das im Kopf behält, findet sich schneller zurecht.

Auch abseits der Dörfer lohnt ein Blick auf aktuelle Hinweise. Am Coto gelten je nach Saison wechselnde Vorgaben zu Hunden, weshalb die vor Ort ausgehängten Schilder immer den letzten Stand markieren. Wer Richtung Ca Ses Monges in Lloret de Vistalegre unterwegs ist, sollte wissen, dass dort keine touristische Anlage mit umfassender Versorgung wartet; alltagstaugliches Schuhwerk reicht für den Ortsgang, für unebenere Umgebungswege eignet es sich ebenso. Genau diese kleinen, unaufgeregten Regeln machen den Alltag in einer Finca im Inselinneren so angenehm unkompliziert.

Häufige Fragen

Gibt es in der Inselmitte Mallorcas Strände direkt vor Ort?

Nein, die meisten Orte im Landesinneren wie Binissalem, Marratxí oder Sineu liegen ohne eigenen Strand. Wer baden will, fährt über das Straßennetz zur Küste, etwa zur Bucht von Palma. Dafür punktet die Gegend mit Ruhe, Landschaft und kurzen Wegen zu Dörfern, Märkten und Sehenswürdigkeiten abseits des Trubels.

Wie komme ich am besten mit dem Zug nach Inca?

Inca liegt an der zentralen Bahnstrecke mit mehrmals pro Stunde verkehrenden Zügen aus Palma. Für einen reinen Stadtbesuch brauchst du keinen Mietwagen, der Bahnhof dient als guter Ausgangspunkt für einen Rundgang. Zusätzlich gibt es die Estació d'autobusos für Busverbindungen in die Umgebung.

Wann findet der Markt in Sineu statt und was gibt es dort?

Der Wochenmarkt in Sineu findet mittwochs statt und zeigt einen landwirtschaftlich geprägten Viehbereich, der ihn von anderen Inselmärkten unterscheidet. Angeboten werden Auberginen, Tomaten, Kartoffeln, Oliven, Kunsthandwerk, Keramik, Tiere, Backwaren und Paprikawurst. Mit Kinderwagen ist es bei Gedränge und unregelmäßigem Pflaster stellenweise unpraktisch, Hauptwege bleiben aber nutzbar.

Ist Alaró eher für einen Strandtag oder für Wanderungen geeignet?

Alaró bringt eher Berge, Dörfer und Kulturlandschaft mit als einen schnellen Badestopp. Mittelpunkte des Ortes sind die Plaça de la Vila und die Pfarrkirche aus dem 17. Jahrhundert, dazu ein historischer Kern mit kurzen Wegen, engen Straßen und Parkmöglichkeiten. Richtung Es Verger führt eine schmale Serpentinenstraße, die den Aufstieg verkürzt, weiter oben aber eng und stellenweise rau wird.

Was lässt sich in Sant Joan oder Umgebung archäologisch entdecken?

In der Region liegt Son Fornés, ein archäologischer Fundplatz mit eigenem Museum, ein guter Einstieg in die Vorgeschichte der Insel. Auch ein Talaiot gehört zu den stillen Zeugnissen dieser Epoche. Wer sich darauf einlässt, findet keine schmückende Ruine, sondern eine der typischen Bauformen aus der Frühzeit der Balearen, wie sie in der Fachliteratur beschrieben wird. Solche Orte richten sich an Reisende, die abseits von Stränden, Gutshäusern und mittelalterlichen Kirchen nach Spuren einer viel älteren Geschichte suchen.

Wie sind Parken und Verkehr in kleineren Orten wie Sencelles oder Consell geregelt?

In Sencelles zählt das Abstellen des Wagens direkt am Platz nicht immer zur klügsten Wahl, vor allem wenn gerade Markt ist oder ein größeres Fest den Ortskern füllt, dann lohnt sich ein kurzer Fußweg von den Dorfrändern her mehr als endloses Kreisen. Consell wiederum punktet mit einer starken Präsenz von Supermärkten und Lebensmittelgeschäften, bringt aber weder Küstenpromenade noch Badebucht mit. Wer also Meerblick sucht, ist hier an der falschen Adresse. Beim Flohmarkt in Consell lohnt zudem etwas Umsicht, denn Gebrauchtwaren wie Möbel oder Elektroteile können empfindlich sein und wollen genauer betrachtet werden, bevor sie im Kofferraum landen.