Finca im Osten Mallorcas: zwischen Buchten, Burgen und Weinorten
Kaum ist die Sonne über den Dächern von Artà aufgegangen, rollen im historischen Zentrum schon die ersten Marktwagen heran, und zwischen Käselaiben, Sobrasada, Mandeln und frisch gebackenem Brot entsteht dieses Gewusel, das aus einem gewöhnlichen Vormittag einen kleinen Auftritt macht. Wer eine Finca im Osten Mallorcas bezieht, wacht nicht in einer Kulisse für Postkarten auf, sondern mitten in einem Alltag, der sich seit Generationen kaum verstellt hat. Die Region reicht von den Weinhügeln bei Felanitx bis zu den fjordartigen Buchten der Südostküste, von den wehrhaften Mauern des Castell de Capdepera bis zu den stillen Kiesbuchten hinter Cala Ratjada. Genau diese Spannweite macht den Reiz aus: Am einen Tag schlenderst du durch die autofreie Strandpromenade von Cala Millor, am nächsten stehst du auf den Zinnen einer Burg, die erst 1983 nach Verhandlungen mit den Erben wieder in den Besitz der Gemeinde Capdepera gelangte, und blickst über Ort und Küste. Dazwischen liegen Dörfer wie Sant Llorenç des Cardassar, deren kompakter Ortskern sich bequem zu Fuß erschließen lässt, und Städte wie Manacor, das mehr zu bieten hat als Kirchtürme und enge Gassen. Ich kenne kaum eine Ecke Mallorcas, in der sich ruhiges Landleben und lebendige Küstenorte so mühelos die Hand reichen. Genau deshalb schicke ich Gäste, die weder auf stille Abende noch auf einen ordentlichen Strandtag verzichten wollen, immer wieder in diese Richtung. Die folgenden Abschnitte nehmen dich mit durch Ankunft und Anfahrt, zu den Stränden und Sehenswürdigkeiten, zu Märkten und Restaurants sowie zu der Frage, für wen dieser Teil der Insel wirklich passt. Lehn dich zurück, ich zeige dir, was diesen Landstrich so unverwechselbar macht – und warum eine eigene Finca hier oft der klügere Ausgangspunkt ist als ein Hotelzimmer an der Küste.
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Vista Verde
nahe Pollença (Norden)
- 6 Gäste
- 3 Schlafzimmer
- 3 Badezimmer
Registriernummer: ETV/4875
pro Nacht
221,14 € – 574,96 €

Cal Perdiu Vell
nahe Pollença (Norden)
- 6 Gäste
- 3 Schlafzimmer
- 3 Badezimmer
Registriernummer: ETV/8616
pro Nacht
252,11 € – 671,42 €

Villa Verde Subach
nahe Pollença (Norden)
- 8 Gäste
- 4 Schlafzimmer
- 5 Badezimmer
Registriernummer: ETV/10057
pro Nacht
336,13 € – 886,55 €

Can Josep
nahe Pollença (Norden)
- 8 Gäste
- 4 Schlafzimmer
- 4 Badezimmer
Registriernummer: ETV/2445
pro Nacht
423,98 € – 878,25 €

Villa Vista
nahe Pollença (Norden)
- 8 Gäste
- 4 Schlafzimmer
- 4 Badezimmer
Registriernummer: ETV/10049
pro Nacht
450,42 € – 1.029,41 €

Can Collet
nahe Pollença (Norden)
- 6 Gäste
- 3 Schlafzimmer
- 2 Badezimmer
Registriernummer: ETV/11408
pro Nacht
478,99 € – 1.260,51 €

Can Pau
nahe Pollença (Norden)
- 8 Gäste
- 4 Schlafzimmer
- 4 Badezimmer
Registriernummer: ETV/11866
pro Nacht
533,61 € – 1.260,51 €

Cal Rei Gran
nahe Pollença (Norden)
- 12 Gäste
- 5 Schlafzimmer
- 5 Badezimmer
Registriernummer: ETV/2637
pro Nacht
714,28 € – 1.806,72 €

Can Corme
nahe Pollença (Norden)
- 10 Gäste
- 5 Schlafzimmer
- 5 Badezimmer
Registriernummer: ETV/4866
pro Nacht
1.075,64 € – 2.008,40 €

Villa Views Port Andratx
nahe Andratx (Westen)
- 7 Gäste
- 4 Schlafzimmer
- 3 Badezimmer
Registriernummer: ETV/9286
pro Nacht
1.176,47 € – 1.848,74 €

Villa Longa
nahe Pollença (Norden)
- 10 Gäste
- 5 Schlafzimmer
- 5 Badezimmer
Registriernummer: ETV/312
pro Nacht
1.310,93 € – 1.899,16 €
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Finca im Osten Mallorcas: Buchten, Burgen und Weinorte
Sechs Gemeinden bilden diese Region: Artà, Capdepera, Felanitx, Manacor, Sant Llorenç des Cardassar und Son Servera reichen von der äußersten Nordostspitze der Insel bis hinunter zur Südostküste. Wer ein Ferienhaus im Osten Mallorcas sucht, findet damit eine erstaunlich vielseitige Kulisse: schroffe Küstenabschnitte, sanftes Hügelland mit Weinbergen und Kleinstädte, in denen noch der Alltag der Insel stattfindet. Capdepera markiert dabei den nordöstlichsten Punkt Mallorcas, ein Umstand, der dem Ort etwas Endgültiges gibt, als würde die Insel hier tatsächlich aufhören und das Meer übernehmen. Genau diese Mischung aus Rückzug und Reichweite macht eine Finca im Osten Mallorcas zu einem lohnenden Ausgangspunkt.
Wirtschaftlich hat sich die Gegend über Jahrhunderte aus dem Boden selbst entwickelt. In Felanitx etwa entstand im 19. Jahrhundert ein wichtiges Zentrum des mallorquinischen Weinbaus, dessen Spuren sich bis heute in Kellereien und Weinbergen rund um die Stadt zeigen. Wer durch das Hinterland fährt, sieht die Rebstockreihen oft schon von Weitem, geordnet in langen Linien über die roten Böden gezogen. Diese landwirtschaftliche Tradition steht in einem angenehmen Kontrast zum touristischen Treiben der Küste und macht deutlich, dass der Osten Mallorcas mehr ist als eine Ansammlung von Ferienorten.
Nirgendwo zeigt sich dieser Doppelcharakter so deutlich wie in Artà, wo der Wochenmarkt zugleich Einkaufstermin, Treffpunkt und lebhafter Altstadtbesuch ist, mitten im historischen Zentrum gelegen. Wer den Trubel meiden möchte, plant seinen Bummel eher für die frühen Stunden ein, solange die Gassen noch nicht dicht gedrängt sind. An der Südostküste wiederum hat sich Cala d'Or zum touristischen Zentrum der Region entwickelt, mit einer ganz anderen Energie als das beschauliche Artà. Zwischen diesen Polen liegt genug Raum für einen Fincaurlaub, der beides zulässt: stille Tage im Hinterland und lebendige Abende an der Küste.
Unterwegs zwischen Orten und Buchten
Öffentliche Busse und Bahnen decken den Osten Mallorcas nur in Ausschnitten ab, weshalb sich die meisten, die im Osten Mallorcas eine Finca mieten, für einen eigenen Mietwagen entscheiden. Manche Orte sind zwar ans Busnetz angebunden: In Son Servera gibt es Haltepunkte im nördlichen und südlichen Ortsbereich, und auch Felanitx verfügt über mehrere Bushaltestellen im Zentrum. Ein aktiver Personenbahnhof fehlt Son Servera allerdings, wer auf die Schiene setzt, landet eher in Manacor. Dort teilen sich mehrere Haltestellen den Namen Estació de tren, dazu kommt die Haltestelle Sa Mora – für Ortsunkundige durchaus verwirrend, ein Blick auf den Liniennamen schafft aber schnell Klarheit. Wer eine Finca im Osten Mallorcas bezieht, gewinnt mit dem eigenen Auto genau die Flexibilität, die Fahrpläne allein nicht bieten.
Manche Ziele erreichst du eher über kleine Umwege als über die direkte Hauptstraße. Zur Cala Anguila führen zwei Nebenstraßen, die von der Verbindung zwischen Porto Cristo und Cales de Mallorca abzweigen, eine Bushaltestelle liegt dort ebenfalls in der Nähe. Richtung Burgberg fährst du über die Ma-14, die durch die Landschaft am Fuß der östlichen Höhenzüge führt und zu den schöneren Anfahrtswegen der Region zählt. Am Castell de Santueri selbst ist keine Bushaltestelle erfasst, hier bleiben Auto oder Fahrrad die verlässlichste Wahl. Wer zwischen Manacor und Artà pendelt, nutzt am ehesten die Straßenverbindung durch Sant Llorenç des Cardassar, die beide Orte auf direktem Weg miteinander verbindet.
Auch am Ziel selbst lohnt sich Vorausplanung. An der Cala Auberdans, nahe der Costa de Canyamel, parkst du kostenlos, aber informell in den umliegenden Wohnstraßen und Sackgassen der Straße Vía Calès – die Plätze sind begrenzt; wer früh am Morgen anreist, findet leichter eine Lücke. Mein Tipp: Gerade in den Sommermonaten lohnt sich ein zeitiger Start, bevor die schmalen Straßen rund um die Bucht voller werden. Wer zum Castell de Capdepera hinaufmöchte, geht zu Fuß durch den Ort und nimmt anschließend den Anstieg zum Castell selbst – festes Schuhwerk zahlt sich hier aus. So unterschiedlich die Wege auch sind, von der eigenen Finca aus lässt sich jede dieser Routen in Ruhe planen und ohne Zeitdruck angehen.
Strände zwischen Kies, Sand und Fjordbuchten
Die Küste im Osten Mallorcas wechselt ihren Charakter oft schon nach wenigen Kilometern. An der Südostküste reihen sich fjordartige Buchten mit feinem Sandstrand aneinander, während andere Abschnitte deutlich rauer wirken. So besteht der Meeresgrund am Arenal aus Sand, was ihn für einen entspannten Tag am Wasser empfiehlt. Ganz anders die vier kleinen Buchten bei Es Carregador: Dort erwarten dich grober Kies, etwas Sand, Felsen und Algen im Wasser, ein Reiz für die einen, für Familien mit kleinen Kindern eher unbequem. Wer eine Ferienwohnung im Osten Mallorcas sucht, findet dadurch je nach Ort ganz unterschiedliche Badetage vor, von ruhigem Sand bis zu wilderem Gestein.
Rund um s'Illot zeigt sich die Küste von einer felsigeren Seite. Die Bucht trennt die Bucht von Alcúdia von der Bucht von Pollença und bietet hinter dem Kiesufer einen Pinienwald mit Picknicktischen, der zumindest stellenweise Schatten spendet, auch wenn er nicht durchgehend natürlich beschattet ist. Wer weiter in die Umgebung wandert, stößt auf Felsbuchten ohne bequem zugänglichen Sandstrand und mit unebenem Gelände, wo festes Schuhwerk und etwas Umsicht sinnvoll sind. Wer es lieber sandig mag, findet in Cala Ratjada das passendere Ziel für einen Aufenthalt direkt am Meer, mit kürzeren Wegen zwischen Liegeplatz und Wasser. Auch die Doppelbucht aus Cala Mondragó und Cala S'Amarador, von Aleppo-Kiefern und Pinien gerahmt, gehört mit ihrem weißen Sandstrand zu den Adressen, die sich für einen ruhigen Vormittag außerhalb der Hauptsaison lohnen.
An der Strandpromenade von Cala Millor in Sant Llorenç des Cardassar lässt es sich autofrei entlangschlendern, ein Pluspunkt für Familien mit Kinderwagen oder alle, die abends ohne Verkehrslärm spazieren möchten. Zum Vergleich: Am Algar fehlt jeglicher Strandservice, dort bist du auf dich selbst gestellt, was gerade unter der Woche und außerhalb der Sommermonate seinen eigenen Reiz hat. Sa Coma wiederum eignet sich als Ziel für einen klassischen Strandtag mit allem Drum und Dran. Wer nach einem sonnigen Nachmittag am Wasser zurück in die eigene Finca fährt, weiß die Ruhe abseits der belebten Promenaden erst richtig zu schätzen.
Kirchtürme, Klöster und ein Bergkloster über Artà
Kultur verteilt sich im Osten Mallorcas auf mehrere Gemeinden mit ganz eigenem Charakter, nicht auf einen einzigen Ort. In Artà thront über der Stadt die Wallfahrtskirche Sant Salvador, Teil der alten Wehranlage Almudaina, erreichbar über eine lange Treppe, die sich bei jedem Schritt lohnt. Wer die Stufen an einem ruhigen Vormittag nimmt statt in der Mittagshitze, hat oben nicht nur einen freien Kopf, sondern auch mehr Muße für den Blick über die Dächer. In Capdepera lohnt sich der Weg zum Castell, das mit Torre de sa Boira, der Kirche Nostra Senyora de l'Esperança aus dem 14. Jahrhundert und der Casa del Governador gleich mehrere Epochen unter einem Dach vereint.
Ein anderes Bild zeigt sich in Manacor: die Pfarrkirche Nostra Senyora dels Dolors, deren Bau im 19. Jahrhundert an der Stelle älterer Vorgängerkirchen begann, wobei Kapellen und Bauteile des ursprünglichen Gotteshauses erhalten blieben. Wer schon dort ist, sollte einen Ausflug ins Landesinnere nicht nur auf Kirchen und Altstadt beschränken, sondern die Stadt als Ausgangspunkt für weitere Erkundungen nutzen. Eine ganz andere Art von Ruhe liegt nahe Artà, im Kloster Ermita de Betlem, das 1805 gegründet wurde, abseits der Küstenorte und ideal für alle, die dem Trubel für ein paar Stunden entkommen wollen.
Kleiner, aber nicht weniger charmant zeigt sich die Capella des Carregador, ein bescheidener Sakralbau ohne mittelalterliche Wurzeln und ohne den Anspruch, große Kunstgeschichte zu erzählen. Gerade das macht sie sympathisch: ein Ort, für dessen Erhalt sich die Kirchengemeinden von Capdepera und Cala Ratjada seit 2021 gemeinsam einsetzen. Mein Tipp: Wer solche stillen Ecken abseits der bekannten Sehenswürdigkeiten mag, nimmt sich für Artà, Capdepera und Manacor am besten je einen eigenen Tag, statt alles in einen Ausflug zu pressen. So bleibt Zeit für die Details, die man sonst übersieht, und der Abend auf der Terrasse der Finca wird zum verdienten Ausklang.
Märkte, Läden und Restaurants im Osten
Wer mag es lebhaft, wer lieber ruhig einkaufen? Der Wochenmarkt in Artà findet im historischen Zentrum statt und ist mehr als ein Einkaufstermin: Er ist Treffpunkt und lebhafter Altstadtbesuch zugleich. Auf den Ständen liegen Obst, Gemüse, Käse, Sobrasada, Olivenöl, Honig, Mandeln, Brot und Gebäck aus dem traditionellen Kern des Marktes. Mein Tipp: Wer früh kommt, erlebt noch die ruhigeren Stunden, bevor sich die Gassen füllen. Auch der Wochenmarkt in Son Servera lohnt einen Bummel. Seine Stände ziehen sich von der Plaça de Sant Joan bis zum alten Bahnhof und laden zum Schlendern zwischen den Auslagen ein.
Ganz anders der Wochenmarkt in Sant Llorenç: Im Sommer zieht er spürbar mehr Besucher aus Cala Millor, Sa Coma und den umliegenden Küstenorten an, im Winter wird es merklich ruhiger, mit weniger Ständen und weniger auswärtigem Publikum. Wer die Marktatmosphäre ohne Trubel erleben möchte, plant den Besuch besser in der kühleren Jahreszeit. In Cala Millor selbst führt eine autofreie Einkaufsstraße durch Geschäfte, Restaurants und Modeboutiquen, ideal für einen Abendspaziergang ohne Verkehrslärm. In Cala Ratjada wiederum konzentrieren sich zusätzliche Geschäfte und touristische Dienstleistungen – ein guter Anlaufpunkt, wenn du mehrere Besorgungen an einem Ort erledigen willst.
Zum Essen zieht es viele an die Küste: In Portocolom warten Geschäfte, Bars und Restaurants rund um den Hafen, ein schöner Ausklang nach einem Strandtag in der Umgebung von Algar, wo sich Spaziergänge am Hafen mit Einkehr verbinden lassen. Nahe dem Wachturm von Canyamel liegt das Restaurant Porxada de Sa Torre direkt neben dem historischen Turm – ein Ort mit Geschichte unter freiem Himmel. Wer es lieber unkompliziert mag, findet in Cala Agulla ein Restaurant und mehrere Beach Clubs direkt am Sand. Zwischen Markttag, Hafenbummel und Abendessen mit Meerblick zeigt sich der Osten Mallorcas von seiner geselligen Seite – genau die Abwechslung, die einen Fincaurlaub hier so reizvoll macht.
Für wen der Osten wirklich passt
Familien mit kleinen Kindern finden hier flache Uferregionen zum bedenkenlosen Planschen, während es insgesamt ruhiger zugeht als in den touristischen Zentren der Insel. Genau das macht eine Finca im Osten Mallorcas für Familien attraktiv: kurze Wege zum Wasser, keine hektischen Strandpromenaden, dafür Zeit zum Ankommen. Auch Illot eignet sich durch seine einfache Straßenanbindung gut für Familien mit Gepäck, Buggy oder müden Beinen am Nachmittag. Wer mehr Bewegung sucht, bringt die Kinder auf dem kürzeren Abschnitt der Vía Verde unter, der sich für Radfahrer und Familien eignet und auch für ungeübte Beine keine Zumutung darstellt.
Geschichtlich Interessierte und Familien kommen am Castell de Capdepera auf ihre Kosten, während das Castell de Santueri mehr Vorsicht verlangt: Stufen, unregelmäßiger Boden, Terrassen und offene Geländekanten machen eine Aufsicht der Kinder nötig. Mein Tipp: Wer die Burg besuchen will, bleibt auf dem kurzen Weg vom Parkplatz, denn die bekannten Wanderverbindungen aus der Umgebung können schmale, felsige und geröllige Passagen enthalten, die mit diesem Aufstieg nicht zu verwechseln sind. Nicht jeder Ort im Osten ist für jeden gemacht: In der cova de sa Gleda fehlt ein gesicherter Besucherweg ebenso wie eine reguläre Führung, weshalb sie für Kinder oder Familien nicht geeignet ist. Auch die Aigua Dolça verlangt genaue Planung, denn der eineinhalb Kilometer lange Fußweg, fehlende Dienstleistungen vor Ort und ein teils felsiger Unterwasserbereich machen die Bucht nur bedingt kindertauglich.
Wer täglich Anschluss an Palma braucht oder auf ein großes urbanes Kulturangebot mit kurzen Wegen setzt, ist im Osten fehl am Platz. Das gilt besonders für die Gegend um Sant Llorenç des Cardassar. Auch wer sich vollständig auf öffentliche Verkehrsmittel verlassen möchte, wird um Artà herum an Grenzen stoßen, denn entlegene Strände und ländliche Ziele bleiben ohne eigenes Auto oft unerreichbar. Wer dagegen Ruhe, Landschaft und ein eigenes Tempo sucht, findet in einer Finca im Osten Mallorcas genau die Basis dafür, von der aus sich Küste, Hügel und Dörfer in aller Gelassenheit erkunden lassen.
Kleine praktische Hinweise für unterwegs
Stufen und felsige Stellen prägen den Weg zum Castell de Santueri, und genau dort lohnt sich Vorsicht: Nach Regen oder bei losem Material wird der Belag rutschig, festes Schuhwerk zahlt sich also aus. Auch am Strand von Algar heißt es wachsam bleiben, denn ein Parkplatz ist dort selbst in der Saison keineswegs sicher. Wer am Vormittag früh startet, erspart sich die längere Suche nach einer Lücke.
Im Zentrum von Manacor wird es spürbar lebendiger: engere Straßen, mehr Alltagsgeräusche und ein anspruchsvolles Parkumfeld gehören dort zum gewohnten Bild. Wer es ruhiger mag, parkt am Rand und geht die letzten Meter zu Fuß, ganz ähnlich wie in Artà. Dort liegt am Rand des Zentrums ein öffentlicher Parkplatz, der entspannter zu erreichen ist als jede Suche nach einer Lücke in den engen Altstadtstraßen.
Die Cova de sa Gleda lockt zum Höhlentauchen, doch wer sie auf eigene Faust erkunden will, sollte wissen: Diese Form des Tauchens verlangt eigene Verfahren, eine besondere Ausbildung und spezielle Ausrüstung. Ein Ausflug für spontane Entscheidungen ist das nicht. Solche Details entscheiden am Ende darüber, ob sich ein Urlaub nach Plan entfaltet oder eben von selbst, ganz gleich, von welcher Finca aus man morgens aufbricht.
Häufige Fragen
Welche Orte gehören zur Ferienregion im Osten Mallorcas?
Zu dieser Region zählen unter anderem Artà, Capdepera, Felanitx, Manacor, Sant Llorenç des Cardassar und Son Servera. Jeder Ort hat einen eigenen Charakter, von der Weinbautradition Felanitxs bis zur maritimen Prägung Son Serveras. Für einen Aufenthalt lohnt es sich, die Unterschiede zwischen ruhigen Landgemeinden und belebteren Küstenorten zu kennen, bevor du dich für eine Basis entscheidest.
Wie kommst du gut nach Manacor hinein und wieder zurück zur Finca?
Für Manacor lohnt sich der Blick auf mehrere Haltestellen: Estació de tren 1 bis 3 sowie Sa Mora liegen so, dass ein Tagesausflug auch ohne eigenen Wagen gelingt. Im Zentrum selbst wird es enger und lauter, dazu kommt ein Parkangebot, das Geduld verlangt. Wer es ruhiger mag, stellt den Wagen am Stadtrand ab und geht die letzte Strecke zu Fuß hinein.
Ist Cala Ratjada ein guter Ausgangspunkt für Strandtage?
Ja, Cala Ratjada gilt als passenderes Ziel für einen Aufenthalt direkt am Meer, da hier zusätzliche Geschäfte und touristische Dienstleistungen konzentriert sind. Wer lieber im ruhigeren Hinterland wohnt und nur für den Strandtag hinfährt, findet dort alles Nötige für Verpflegung und kurze Besorgungen vor Ort.
Was macht den Wochenmarkt in Artà besonders?
Der Markt findet im historischen Zentrum statt und ist zugleich Einkaufstermin, Treffpunkt und lebhafter Altstadtbesuch. Im traditionellen Kern gibt es Obst, Gemüse, Käse, Sobrasada, Olivenöl, Honig, Mandeln, Brot und Gebäck. Wer echtes Ortsleben sehen möchte statt reiner Touristenwaren, ist hier an einem stimmigen Vormittag genau richtig.
Eignet sich die Cova de sa Gleda für einen Familienausflug?
Nein, diese Höhle ist als Sehenswürdigkeit nicht für Kinder oder Familien geeignet. Es fehlen ein gesicherter Besucherweg, reguläre Führungen und ein freigegebener Innenbereich. Zudem verlangt Höhlentauchen dort eigene Verfahren, besondere Ausbildung und spezielle Ausrüstung. Für Familien sind andere Ziele der Region deutlich zugänglicher.
Warum ist das Castell de Santueri nicht uneingeschränkt kinderfreundlich?
Die Burg hat Stufen, unregelmäßigen Boden, Terrassen und offene Geländekanten, weshalb Aufsicht nötig ist. Nach Regen oder bei losem Material steigt zudem die Rutschgefahr auf Stufen und felsigen Stellen. Mit wachsamen Erwachsenen ist ein Besuch dennoch gut möglich, besonders für geschichtlich interessierte Familien.